Da es bereits heut morgen sehr trüb und diesig war, ließen wir uns Zeit mit dem Aufstehen. Glücklicherweise hatten wir gestern Abend noch eine kurze Tour durch die tolle Altstadt gemacht . Gegen 10Uhr waren wir dann in der Innenstadt Montréals und frühstückten bei Tim Hortons im Palais de Congres de Montral. Dann entdeckten wir eine Straße zwischen relativ hohen Gebäude, die allerdings komplett überdacht wurde und nun ein Einkaufszentrum ist. In dieser steht auch - man glaubt es kaum: ein Stück der Berliner Mauer. Sie wurde 1992 von Berlin an Montreal geschenkt und steht seitdem mit einem kleinen Gedicht dazu in diesem Einkaufszentrum. Anschließend liefen wir am Place Victoria vorbei zur Cathedrale Marie-Reine, welche eine detailgetreue Replikation des Petersdomes in Rom ist - von innen als auch von außen.
Entlang der Rue de Ste- Cathérine einer Straße mit vielen kleinen Geschäften ging es vorbei am Place d'Arts zum Boulevard St. Laurent wo die Drachentore den Eingang zum Chinesischen Viertel markieren. Weiter liefen wir im Nieselregen zur Rue St. Denis. Hier ist die höchste Kneipendichte in ganz Montréal. Allerdings machten uns das Viertel keinen gemütlichen Eindruck. Deshalb beschlossen wir mit dem Auto noch in den oberen Teil der Straße zu fahren am Plateau de Mont Royal. Hier befinden sich auch die kleineren niedlicheren Häuser mit verrückten Boutiquen. Danach ging es mit dem Auto auf den Mont Royal. Dieser ist gut für Autos erschlossen. Wir stiegen kurz aus am Friedhof, da hier der Montréaler Opfer der Titanic gedacht werden. Von einer Aussichtsplattform hatten wir tollen Blick auf Montréal, leider nur begrenzt da es immer noch trüb und regnerisch war. Dafür konnten wir die grün, gelb, orange und rot getupften Wälder des Mont Royales um so mehr bewundern. Unseren nächsten Stopp machten wir auf der Montréal vorgelagerten Insel Île-St.-Helene wo die Skyline von Montréal bestaunt werden kann. Dabei sahen wir auch, dass die AIDA uns mal wieder auf den Fersen ist und gerade im Hafen lag.
Gegen 16Uhr verließen wir endgültig Montréal Richtung Québec. Auf der Fahrt entlang der nördlichen Seite des St- Lawrence Stromes machten wir einen Stopp in Trois-Riviéres einer kleineren Industriestadt. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt kehrten wir in Le Manoir du Spaghetti einem tollen kleinen Restaurant ein, welches sich auf die Zubereitung von Nudelgerichten spezialisiert hat. Krönender Abschluss war ein Gâteau au Fromage mit Erdbeeren. Satt gegessen setzten wir dann unsere Reise nach Québec fort.
Unser Hotel Grande Allee ist eine kleinere Herberge, direkt an der Quebécer Flaniermeile gelegen. Bei einem ersten kurzen Stadtrundgang konnten wir diese schon etwas erkunden.