Saturday, October 18, 2008

Portland, York & Ogunquit

Nach einem etwas umfangreicheren Frühstück im unserem Hotel, machten wir uns auf den Weg nach Portland. Angeblich soll diese Stadt einen sehr schönen Hafen besitzen. Nachdem wir unser Auto abgestellt hatten, machten wir uns also auf die Suche nach dem selbigen. In einem Souvenirladen erfuhren wir auf Nachfrage wo der Old Port denn sei, dass wir bereits in diesem Viertel waren. Außer ein paar Kneipen, die die Wörter "Old Port" im Namen führen erinnerte allerdings nicht viel daran. Auch der Hafen an sich war unspektakulär, aber vielleicht sind wir auch verwöhnt von den schönen Häfen die es in Europa gibt? Außerdem besitzt Portland noch ein sehr schönes Viktorianisches Haus.

Die Route 1 ging es weiter in südliche Richtung nach Kennebunkport. Auf dem Weg dahin, fuhren wir jedoch an einem Trolley Museum vorbei und wir entschlossen uns spontan dieses zu besuuchen. Hier wurden verschiedene, teilweise sehr alte Schienenfahrzeuge (Züge, Straßenbahnen) und Busse ausgestellt. Mit einem 104 Jahre alten Zug durften wir sogar eine Fahrt durch das Gelände machen. Die Fahrzeuge kamen aus verschiedenen Großstädten der USA wie Cable Cars aus San Francisco, Waggons vom "EL" aus Chicago, und auch aus Kanada wie die Schneeräumzüge aus Québec. Alle in allem sehr interessant, auch wenn das Museum die Ausstellung noch besser aufbereiten könnte. Aufgrund dieses ungeplanten Besuches, hatten wir allerdings so viel Zeit verloren, dass wir Kennebunkport aus den morgigen Plan setzen mussten, denn das Harvest Festival in York ging nur bis 16 Uhr.

In York angekommen war man auch wirklich schon dabei wieder einzupacken. Es genügte jedoch für uns um noch einmal über den aufgebauten "old-fashioned"- Markt hinter der Kirche zu gehen. Mit dem Auto ging es anschließend nach York Harbor. Hier gibt es einen Cliffwalk, welcher direkt an der Küste vorbei an den großen Mansions führt.
Kurz vor Sonnenuntergang ging es noch zum Nubble Lighthouse, welches malerisch auf einem Felsen gelegen ist.

Heute Nacht werden wir in der River Plantation in Olgonquit übernachten. Diese Ferienanlage ähnelt etwas dem Bungalow Stil und das Zimmer wird über die Terasse betreten. Zum Abendessen fuhren wir noch einmal nach Olgunquit, wo wir beim Thailänder aßen und danach noch durch die netten Staßen spazierten und Nachtfotos machten.

Friday, October 17, 2008

Acadia Nationalpark

Bereits heut morgen blinzelte die Sonne wieder in unser Zimmer. Das Frühstück bestand aus Ei, Orangensaft und frischgebackenen Banana- & Choclatemuffins einem leckeren Frühstück auf der Veranda des Haupthauses und wir bekamen sogar noch etwas Proviant mit. Dann machten wir uns auf die 1,5 stündige Fahrt zurück zum Acadia Nationalpark, der gestern schon einmal auf unserem Plan stand.

Dieser Nationalpark war der erste an der Ostküste und ist mit seinen 146km² auch nicht gerade klein. Allerdings ist er sehr gut (ganz amerikanisch) mit dem Auto zu befahren. So begaben wir uns auch gleich zu Beginn auf den Mt. Cadillac, der höchsten Erhebung an der Atlantikküste. Anschließend verschlug es uns wieder nach Bar Harbor, die Stadt die einst Künstler und Reiche anzog und heute eine Touristenhochburg ist. Allerdings befindet man sich auch hier schon in der Nachsaison. Nach dem kurzen Stadtbummel setzten wir unsere Rundfahrt im Park fort. Die Fahrt war traumhaft und die Laubfärbung der Bäume befindet sich auf der Spitze. In wenigen Tagen werden die Blätter komplett von den Bäumen fallen. Dazu das strahlend blaue Wasser des Atlantiks und der vielen kleinen Seen. Nachdem wir die Park Loop beendet hatten, fuhren wir noch in den weniger bekannten Teil der Insel, wo man vor allem viele kleine Fischerdörfer und verlassene Buchten vorfindet.

Gegen 17 Uhr verließen wir den Park und machten uns auf die ca. 3-stündige Fahrt nach Saco, wo wir im Hampton Inn ein Zimmer gebucht haben. Der Ort liegt ca. 15 Minuten südlich von Portland. Abendessen gab es im Ruby Tuesday's.

Thursday, October 16, 2008

Camden und Baybooth Harbor

Heut war nun endlich der Tag gekommen, an dem wir spontan unsere Reiseroute anpassen mussten. Grund dafür war das Wetter. Als wir heut morgen aus dem Fenster schauten, blickten wir in die graue regnerische Natur. Da uns der Wetterbericht verriet, dass es morgen besser werden sollte beschlossen wir heute nach Camden zu fahren. Diese kleine Hafenstadt liegt ca. 1,5h von Bar Harbor entfernt und eigentlich auf unserer Fahrt nach Süden. Aber wir wollten uns die Chance auf Sonnenschein im schönsten Nationalpark im Osten der USA noch aufrecht erhalten.

Bei Nieselregen liefen wir durch Camden, wo nicht viel los war. Nach einigen Stopps in Souvenirläden wurde der Regen leider stärker und wir kehrten in ein Cafe ein um diesem zu entkommen und den weiteren Tag zu planen. Nach einem kurzen Besuch in der Camden Public Library fuhren wir mit dem Auto die landschaftlich schöne Route 1 weiter in den Süden nach Boothbay Harbor.

Diese Hafenstadt am Atlantik soll in der Sommerzeit überlaufen von Touristen sein. Was wir nicht wussten: nach dem Labor Day sind fast alle Läden dort geschlossen und dieser war letzten Montag. Man kann sagen die Stadt war fast ausgestorben und 90% der Läden geschlossen. Der Regen war in den letzten Stunden auch stärker geworden, sodass wir gegen 17Uhr wieder zurück nach Camden fuhren, wo wir gestern Abend bereits ein Hotel gebucht hatten. Auf dem Rückweg kauften wir noch eine weitere Reisetasche in WalMart, damit wir nicht immer die Koffer komplett ausräumen müssen. Abendessen gab es heute beim Chinesen.

Als wir gegen 20.45Uhr an unserem Motel ankamen, wurden wir sehr freundlich von den beiden Inhabern begrüßt. Das Zimmer ist liebevoll eingerichtet und definitiv das Beste das wir bisher hatten.

Wednesday, October 15, 2008

Ste-Anne-de-Beaupré

Den heutigen Tag gingen wir etwas ruhiger an. Nach dem Frühstück im Hotel, brachen wir Richtung Norden entlang des St.-Lawrence-Stromes. Den ersten Stopp machten wir an der Basilika St. Anne, dem größten Wallfahrtsort Kanadas. Weiter ging es auf der Route de Nouvelle France, vorbei an den Sept Chutes bis zum Canyon de St. Anne. Hier spazierten wir ca 2h durch den Canyon entlang des Wasserfalles. Unser Weg führte uns zu verschiedenen Aussichtsplattformen und auch über eine 60m hohe Hängebrücke, bei der man keine Höhenangst haben sollte, da unter einem die Wassermassen entlang rauschen. Heute war das Wetter auch wieder auf unserer Seite und bei ca. 15°C und Sonnenschein konnten wir die herrliche Natur genießen. Vom Fuße des Wasserfalles ging es dann wieder viele Stufen hinauf zum Ausgangspunkt. Nun ging es auf die Île-de-Orléans. Auf dieser Insel versucht man alles möglichst natürlich zu belassen und hält auch jegliche moderne Einrichtungen wie Fast Food Ketten fern. Von hier hat man noch einmal Blick auf Québec.

Gegen 15.00Uhr brachen wir Richtung USA auf. Nachdem wir die Wiedereinreise in die USA an einer verlassenen Grenzstation auch hinter uns gebracht hatten, folgten 2h Fahrt durch das Nichts von Maine. Zwei Hände voll Autos kamen uns entgegen, einen Elch überholten wir und ein weiterer ergriff vor uns die Flucht, als er merkte, dass ich bremse. Schade, wir hätten gern ein Foto gemacht, denn die Tiere sind gewaltig und eine solche 180° Drehung wie er es hingelegt hat, hätte ich ihm nicht zugetraut. 22.25Uhr kamen wir im Quality Inn in Bar Harbor an. Wir sind hier in einer Art Bungalow untergebracht ganz in der Nähe des Acadia Nationalparkes den wir morgen besuchen wollen.

Tuesday, October 14, 2008

Québec

Heute ließen wir uns mal wieder etwas mehr Zeit und aßen erst kurz nach 9Uhr in unserem verwinkelten Hotel Fühstück. Und das obwohl wir eigentlich ohne Frühstück gebucht hatten. Dann ging es zur Citadelle welche nur ein paar Minuten weg ist. Hier nahmen wir an einer Tour teil, die uns unter anderem zum höchsten natürlichen Punkt Québecs brachte und uns einen tollen Blick auf den St. Lawrence Strom und die Stadt gewährte. Zudem brach auch noch die Wolkendecke auf und es war strahlender Sonnenschein. Die Tour beinhaltete auch zwei Museen, welche sich mit der französischen, englischen und kanadischen Periode der Stadt beschäftigte und das zweite zeigte uns das alte Gefängnis und die Beteiligung Canadas bei diversen Kriegen. Nach ca. 1h ging es weiter in die Oberstadt Québecs. Sehr schöne kleine Straßen gibt es hier. Mit einem Aufzug fuhren wir in die Unterstadt und kamen direkt an der Rue Petit- Champlain heraus, einer malerischen kleinen Gasse, leider nur total überfüllt mit Touristen. 14 Uhr begann unsere St-Lawrence-Strom-Rundfahrt, welche uns vorbei an der Île d'Orléans bis zu den Wasserfällen von Montmorency brachte. Leider waren mittlerweile viele Wolken aufgezogen, so dass alles etwas trüb wirkte. Auf dem Rückweg ging es noch ein bißchen südlicher von Québec wo wir das Kreuzfahrtschiff Sea Pricess passierten. Wieder zurück an Land regnete es sich langsam ein, so dass wir kurzer Hand beschlossen schnell den Aufzug wieder nach oben zu nehmen und das Château Frontenac zu besichtigen. Dieses sieht aus wie ein Schloss, ist seit je her allerdings ein Hotel in dem auch Führungen angeboten werden. Durchgeführt wurde das ganze von einem Guide, der gekleidet war wie zu der Zeit in der das Hotel gebaut worden ist (1893). Wir konnten sogar in eines der Zimmer - jedoch ist aufgrund der Bauweise kein Zimmer gleich. Fertiggestellt wurde der Bau übrigens erst 1993, da immer wieder Flügel angebaut wurden über die Jahre. Wir hatten großes Glück und konnten sogar den Ballsaal und die Konferenzräume besichtigen. Da morgen das Treffen der französischsprachigen Länder hier in Québec stattfindet, wurden schon Metalldetektoren aufgebaut und es war viel Security unterwegs, da die Herrschaften in dem Hotel wohnen werden. Ab morgen finden dann auch bis Montag keine Führungen mehr im Hotel und der Citadelle statt. Als wir nach einer Stunde wieder aus dem Hotel kamen, hatte sich das Wetter leider noch nicht verbessert, denn es war zudem noch ein starker Wind hinzugekommen. Also ging es wieder zu unserem Hotel in der Grand Allee zurück, wo wir unser Auto holten und nach Boischatel fuhren. Auf dem Weg passierten wir noch einmal die Montmorency Wasserfälle. Heute Nacht werden wir im EconoLodge übernachten. Toll gelegen, denn aus unserem Zimmer haben wir Blick auf den St. Lawrence Strom welcher direkt hinter dem Haus vorbeifließt.

Monday, October 13, 2008

Montréal

Da es bereits heut morgen sehr trüb und diesig war, ließen wir uns Zeit mit dem Aufstehen. Glücklicherweise hatten wir gestern Abend noch eine kurze Tour durch die tolle Altstadt gemacht . Gegen 10Uhr waren wir dann in der Innenstadt Montréals und frühstückten bei Tim Hortons im Palais de Congres de Montral. Dann entdeckten wir eine Straße zwischen relativ hohen Gebäude, die allerdings komplett überdacht wurde und nun ein Einkaufszentrum ist. In dieser steht auch - man glaubt es kaum: ein Stück der Berliner Mauer. Sie wurde 1992 von Berlin an Montreal geschenkt und steht seitdem mit einem kleinen Gedicht dazu in diesem Einkaufszentrum. Anschließend liefen wir am Place Victoria vorbei zur Cathedrale Marie-Reine, welche eine detailgetreue Replikation des Petersdomes in Rom ist - von innen als auch von außen.

Entlang der Rue de Ste- Cathérine einer Straße mit vielen kleinen Geschäften ging es vorbei am Place d'Arts zum Boulevard St. Laurent wo die Drachentore den Eingang zum Chinesischen Viertel markieren. Weiter liefen wir im Nieselregen zur Rue St. Denis. Hier ist die höchste Kneipendichte in ganz Montréal. Allerdings machten uns das Viertel keinen gemütlichen Eindruck. Deshalb beschlossen wir mit dem Auto noch in den oberen Teil der Straße zu fahren am Plateau de Mont Royal. Hier befinden sich auch die kleineren niedlicheren Häuser mit verrückten Boutiquen. Danach ging es mit dem Auto auf den Mont Royal. Dieser ist gut für Autos erschlossen. Wir stiegen kurz aus am Friedhof, da hier der Montréaler Opfer der Titanic gedacht werden. Von einer Aussichtsplattform hatten wir tollen Blick auf Montréal, leider nur begrenzt da es immer noch trüb und regnerisch war. Dafür konnten wir die grün, gelb, orange und rot getupften Wälder des Mont Royales um so mehr bewundern. Unseren nächsten Stopp machten wir auf der Montréal vorgelagerten Insel Île-St.-Helene wo die Skyline von Montréal bestaunt werden kann. Dabei sahen wir auch, dass die AIDA uns mal wieder auf den Fersen ist und gerade im Hafen lag.

Gegen 16Uhr verließen wir endgültig Montréal Richtung Québec. Auf der Fahrt entlang der nördlichen Seite des St- Lawrence Stromes machten wir einen Stopp in Trois-Riviéres einer kleineren Industriestadt. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt kehrten wir in Le Manoir du Spaghetti einem tollen kleinen Restaurant ein, welches sich auf die Zubereitung von Nudelgerichten spezialisiert hat. Krönender Abschluss war ein Gâteau au Fromage mit Erdbeeren. Satt gegessen setzten wir dann unsere Reise nach Québec fort.

Unser Hotel Grande Allee ist eine kleinere Herberge, direkt an der Quebécer Flaniermeile gelegen. Bei einem ersten kurzen Stadtrundgang konnten wir diese schon etwas erkunden.

Sunday, October 12, 2008

Ottawa & Montreal

8.15Uhr wurden wir von strahlendem Sonnenschein in unserem Zimmer geweckt. Nach kurzem „Frühstück“ im Motel, welches nur aus einer Art Bagel, Kaffee und Orangensaft bestand, fuhren wir an den Lake Ontario. Hier in Kingston fließt dann der St. Lawrence River ab. Flussabwärts ging es dann auch noch ein paar Kilometer bis wir nach Ottawa abbogen. Ca. 12 Uhr kamen wir in der Hauptstadt Kanadas an. Besonders schön ist die Gegend um das kanadische Parlament – der Parliament Hill, wo man auch die tolle Sicht auf den Ottawa River und die herrlich gefärbten Bäume ringsherum hat. Auch heute war das Wetter mit ca. 18°C und strahlendem Sonnenschein wieder fantastisch. Wir setzten unseren Spaziergang am Rideau Canal fort, welcher zum UNESCO Weltkulturerbe gehört und noch heute als Schleuße für kleinere Boote benutzt wird. Wir hatten Glück, denn es wurde gerade ein kleines Sportboot nach oben befördert. Bei der langwierigen Prozedur leiert man wirklich noch per Hand die Schleußentoren auseinander. Mit dem Auto ging es danach zu den Rideau Falls, welches ein kleiner Wasserfall eines Flussärmels ist. Gegen 15.30Uhr verließen wir die Stadt, die uns doch positiv überrascht hatte, denn eigentlich haben wir mit einer trostosen kühlen Stadt mit Regierungs- und Bürogebäuden gerechnet.
In Montreal kamen wir kurz vor 18Uhr an und hier ging es gleich als erstes zum Olympiapark, wo es einen schiefen Turm mit einer Neigung von 45° gibt. Leider ist hier schon die Wintersaison angebrochen und wir konnten nicht mehr auf den Turm hoch.
Den Abend ließen wir mit einem Essen beim Thailänder ausklingen. Die Nacht werden wir im Quality Hotel verbringen. Die Zimmer sind schön groß und das für einen relativ günstigen Preis.

Am Abend las ich in einem der Hotelprospekte, dass man eine Tour durch die Altstadt machen kann, bei der man an den beleuchten Geäude der Stadt entlang kommt. Da ich mit meinem neuen Stativ auch endlich nicht-verschwommene Langzeitbelichtungsfotos machen kann, wollte ich natürlich noch einmal los in die Stadt. Und das hat sich wirklich gelohnt. Die Kirche, das Rathaus, der Place d'Arms und auch der alte Hafen waren toll beleuchtet. Dazu kleine Straßencafes und Kopfsteinpflaster, als wäre man wirlich in Südfrankreich. Gegen Mitternacht kamen wir wieder im Hotel an.