Tuesday, October 14, 2008

Québec

Heute ließen wir uns mal wieder etwas mehr Zeit und aßen erst kurz nach 9Uhr in unserem verwinkelten Hotel Fühstück. Und das obwohl wir eigentlich ohne Frühstück gebucht hatten. Dann ging es zur Citadelle welche nur ein paar Minuten weg ist. Hier nahmen wir an einer Tour teil, die uns unter anderem zum höchsten natürlichen Punkt Québecs brachte und uns einen tollen Blick auf den St. Lawrence Strom und die Stadt gewährte. Zudem brach auch noch die Wolkendecke auf und es war strahlender Sonnenschein. Die Tour beinhaltete auch zwei Museen, welche sich mit der französischen, englischen und kanadischen Periode der Stadt beschäftigte und das zweite zeigte uns das alte Gefängnis und die Beteiligung Canadas bei diversen Kriegen. Nach ca. 1h ging es weiter in die Oberstadt Québecs. Sehr schöne kleine Straßen gibt es hier. Mit einem Aufzug fuhren wir in die Unterstadt und kamen direkt an der Rue Petit- Champlain heraus, einer malerischen kleinen Gasse, leider nur total überfüllt mit Touristen. 14 Uhr begann unsere St-Lawrence-Strom-Rundfahrt, welche uns vorbei an der Île d'Orléans bis zu den Wasserfällen von Montmorency brachte. Leider waren mittlerweile viele Wolken aufgezogen, so dass alles etwas trüb wirkte. Auf dem Rückweg ging es noch ein bißchen südlicher von Québec wo wir das Kreuzfahrtschiff Sea Pricess passierten. Wieder zurück an Land regnete es sich langsam ein, so dass wir kurzer Hand beschlossen schnell den Aufzug wieder nach oben zu nehmen und das Château Frontenac zu besichtigen. Dieses sieht aus wie ein Schloss, ist seit je her allerdings ein Hotel in dem auch Führungen angeboten werden. Durchgeführt wurde das ganze von einem Guide, der gekleidet war wie zu der Zeit in der das Hotel gebaut worden ist (1893). Wir konnten sogar in eines der Zimmer - jedoch ist aufgrund der Bauweise kein Zimmer gleich. Fertiggestellt wurde der Bau übrigens erst 1993, da immer wieder Flügel angebaut wurden über die Jahre. Wir hatten großes Glück und konnten sogar den Ballsaal und die Konferenzräume besichtigen. Da morgen das Treffen der französischsprachigen Länder hier in Québec stattfindet, wurden schon Metalldetektoren aufgebaut und es war viel Security unterwegs, da die Herrschaften in dem Hotel wohnen werden. Ab morgen finden dann auch bis Montag keine Führungen mehr im Hotel und der Citadelle statt. Als wir nach einer Stunde wieder aus dem Hotel kamen, hatte sich das Wetter leider noch nicht verbessert, denn es war zudem noch ein starker Wind hinzugekommen. Also ging es wieder zu unserem Hotel in der Grand Allee zurück, wo wir unser Auto holten und nach Boischatel fuhren. Auf dem Weg passierten wir noch einmal die Montmorency Wasserfälle. Heute Nacht werden wir im EconoLodge übernachten. Toll gelegen, denn aus unserem Zimmer haben wir Blick auf den St. Lawrence Strom welcher direkt hinter dem Haus vorbeifließt.

Monday, October 13, 2008

Montréal

Da es bereits heut morgen sehr trüb und diesig war, ließen wir uns Zeit mit dem Aufstehen. Glücklicherweise hatten wir gestern Abend noch eine kurze Tour durch die tolle Altstadt gemacht . Gegen 10Uhr waren wir dann in der Innenstadt Montréals und frühstückten bei Tim Hortons im Palais de Congres de Montral. Dann entdeckten wir eine Straße zwischen relativ hohen Gebäude, die allerdings komplett überdacht wurde und nun ein Einkaufszentrum ist. In dieser steht auch - man glaubt es kaum: ein Stück der Berliner Mauer. Sie wurde 1992 von Berlin an Montreal geschenkt und steht seitdem mit einem kleinen Gedicht dazu in diesem Einkaufszentrum. Anschließend liefen wir am Place Victoria vorbei zur Cathedrale Marie-Reine, welche eine detailgetreue Replikation des Petersdomes in Rom ist - von innen als auch von außen.

Entlang der Rue de Ste- Cathérine einer Straße mit vielen kleinen Geschäften ging es vorbei am Place d'Arts zum Boulevard St. Laurent wo die Drachentore den Eingang zum Chinesischen Viertel markieren. Weiter liefen wir im Nieselregen zur Rue St. Denis. Hier ist die höchste Kneipendichte in ganz Montréal. Allerdings machten uns das Viertel keinen gemütlichen Eindruck. Deshalb beschlossen wir mit dem Auto noch in den oberen Teil der Straße zu fahren am Plateau de Mont Royal. Hier befinden sich auch die kleineren niedlicheren Häuser mit verrückten Boutiquen. Danach ging es mit dem Auto auf den Mont Royal. Dieser ist gut für Autos erschlossen. Wir stiegen kurz aus am Friedhof, da hier der Montréaler Opfer der Titanic gedacht werden. Von einer Aussichtsplattform hatten wir tollen Blick auf Montréal, leider nur begrenzt da es immer noch trüb und regnerisch war. Dafür konnten wir die grün, gelb, orange und rot getupften Wälder des Mont Royales um so mehr bewundern. Unseren nächsten Stopp machten wir auf der Montréal vorgelagerten Insel Île-St.-Helene wo die Skyline von Montréal bestaunt werden kann. Dabei sahen wir auch, dass die AIDA uns mal wieder auf den Fersen ist und gerade im Hafen lag.

Gegen 16Uhr verließen wir endgültig Montréal Richtung Québec. Auf der Fahrt entlang der nördlichen Seite des St- Lawrence Stromes machten wir einen Stopp in Trois-Riviéres einer kleineren Industriestadt. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt kehrten wir in Le Manoir du Spaghetti einem tollen kleinen Restaurant ein, welches sich auf die Zubereitung von Nudelgerichten spezialisiert hat. Krönender Abschluss war ein Gâteau au Fromage mit Erdbeeren. Satt gegessen setzten wir dann unsere Reise nach Québec fort.

Unser Hotel Grande Allee ist eine kleinere Herberge, direkt an der Quebécer Flaniermeile gelegen. Bei einem ersten kurzen Stadtrundgang konnten wir diese schon etwas erkunden.

Sunday, October 12, 2008

Ottawa & Montreal

8.15Uhr wurden wir von strahlendem Sonnenschein in unserem Zimmer geweckt. Nach kurzem „Frühstück“ im Motel, welches nur aus einer Art Bagel, Kaffee und Orangensaft bestand, fuhren wir an den Lake Ontario. Hier in Kingston fließt dann der St. Lawrence River ab. Flussabwärts ging es dann auch noch ein paar Kilometer bis wir nach Ottawa abbogen. Ca. 12 Uhr kamen wir in der Hauptstadt Kanadas an. Besonders schön ist die Gegend um das kanadische Parlament – der Parliament Hill, wo man auch die tolle Sicht auf den Ottawa River und die herrlich gefärbten Bäume ringsherum hat. Auch heute war das Wetter mit ca. 18°C und strahlendem Sonnenschein wieder fantastisch. Wir setzten unseren Spaziergang am Rideau Canal fort, welcher zum UNESCO Weltkulturerbe gehört und noch heute als Schleuße für kleinere Boote benutzt wird. Wir hatten Glück, denn es wurde gerade ein kleines Sportboot nach oben befördert. Bei der langwierigen Prozedur leiert man wirklich noch per Hand die Schleußentoren auseinander. Mit dem Auto ging es danach zu den Rideau Falls, welches ein kleiner Wasserfall eines Flussärmels ist. Gegen 15.30Uhr verließen wir die Stadt, die uns doch positiv überrascht hatte, denn eigentlich haben wir mit einer trostosen kühlen Stadt mit Regierungs- und Bürogebäuden gerechnet.
In Montreal kamen wir kurz vor 18Uhr an und hier ging es gleich als erstes zum Olympiapark, wo es einen schiefen Turm mit einer Neigung von 45° gibt. Leider ist hier schon die Wintersaison angebrochen und wir konnten nicht mehr auf den Turm hoch.
Den Abend ließen wir mit einem Essen beim Thailänder ausklingen. Die Nacht werden wir im Quality Hotel verbringen. Die Zimmer sind schön groß und das für einen relativ günstigen Preis.

Am Abend las ich in einem der Hotelprospekte, dass man eine Tour durch die Altstadt machen kann, bei der man an den beleuchten Geäude der Stadt entlang kommt. Da ich mit meinem neuen Stativ auch endlich nicht-verschwommene Langzeitbelichtungsfotos machen kann, wollte ich natürlich noch einmal los in die Stadt. Und das hat sich wirklich gelohnt. Die Kirche, das Rathaus, der Place d'Arms und auch der alte Hafen waren toll beleuchtet. Dazu kleine Straßencafes und Kopfsteinpflaster, als wäre man wirlich in Südfrankreich. Gegen Mitternacht kamen wir wieder im Hotel an.

Saturday, October 11, 2008

Niagara Falls & Toronto

Nachdem wir um 8Uhr aufgestanden sind, waren wir bereits kurz nach 9Uhr an der Abfahrtstelle der Maid of the Mist, dem bekannten Boot, welches direkt vor die Wasserfälle fährt. Ohne lang anstehen zu müssen, bekamen wir unsere Regencapes und dann ging es auch schon auf das Boot. Zuerst rüber zu den US-Fällen und dann hinter an die Horseshoe Falls. Leider sieht man direkt unterhalb der Fälle eigentlich nichts, da man in einer einzigen Wasserstaubwolke gefangen ist und demzufolge schwierig ist es auch Fotos zu machen. Aber beeindruckend war es, obwohl ich sagen muss, dass die Wasserfälle vereist fast noch schöner und bizarrer wirkten als jetzt. Wieder am Land angelegt, gönnten wir uns ein Frühstück bei Tim Hortons in der Sonne unter dem Riesenrad. Auf dem Rückweg durch die Stadt Niagara Falls konnten wir sehen, wie sehr diese Naturattraktion doch vermarktet wird mit Gruselkabinetten, Fahrattraktionen, Restaurants und Casinos. Es erinnert fast an Las Vegas mit den vielen bunt leuchtend und blinkenden Neonschildern. 11.45Uhr ging es weiter mit dem Auto nach Toronto. Nachdem wir dort gegen 13.15Uhr ankamen und einen Parkplatz gefunden hatten ging es an der Harbor Front lang. Wir hatten uns vorgenommen hier eine Hafenrundfahrt zu machen. Da auch heute wieder strahlender Sonnenschein und 19°C waren, bot sich dies auch an. Auf der einstündigen Schiffsfahrt, wurden uns ein paar Details von Toronto auf lustige nette Art vermittelt. So unter anderem auch, dass die Police Academy Filme aus den 80er n gar nicht in Florida gedreht worden sind sondern in Toronto. Denn wenn man wie wir zwischen den Toronto Islands hin durchfährt, kommt es einem wirklich vor, als wären es die Everglades in Florida. Natürlich hatten wir auch eine tolle Sicht auf die Skyline von Toronto und den CN Tower. Nach einem kurzen Imbiss an der Harbor Front ging es zurück zum Auto und 18.45 Uhr weiter nach Kingston, wo wir am vorhergehenden Abend ein Zimmer im Super Motel 8 gebucht hatten. Kingston liegt direkt auf unserem Weg nach Ottawa.

Friday, October 10, 2008

Niagara Falls

7.15Uhr hieß es heut schon wieder aufstehen und die Koffer in das Auto packen. Nun stellte sich auch heraus, dass wir großes Glück hatten ein solches „Brickett“ von Auto bekommen zu haben, denn mit unseren 2 Koffern, der Reistasche und den Rucksäcken ist der Kofferraum sehr gut gefüllt. Unseren ersten Stopp machten wir gleich beim ACME um uns noch mit Getränken und Essen für die Fahrt auszustatten. Nach 2 Kaffeepausen und Fahrerwechsel kamen wir 16.15 Uhr an der Kanadischen Grenze an. Die Passkontrolle verzögerte unseren Zeitplan etwas. Hinzu kam noch, dass der Passkontrolleur uns dann nicht sofort einen Stempel geben wollte, sondern uns anwies unser Auto an einem Gebäude zu parken auszusteigen, und den ersten Beamten dort unsere Pässe wieder vorzuzeigen. Gesagt, getan und dann hatten wir auch endlich ohne weitere Erklärung, warum diese Sonderbehandlung stattfand, unsere Stempel im Pass. Das Hotel fanden wir relativ schnell, checkten ein – eigentlich nur weil wir unser Auto auf dem Hotelparkplatz abstellen wollten Natürlich kostete dieser auch noch einmal 9CAD. Zu Fuss ging es im strahlenden Sonnenschein und ca. 20°C an den Table Rock, wo wir fantastische Sicht auf die Horseshoe Falls hatten.Vorbei am Skylon Tower setzten wir unsere Route fort zum Casino, welches denen in Atlantic City sehr ähnelt. Hier aßen wir auch beim Italiener im Food Court. Mittlerweile war es draußen auch dunkel und kühler geworden. Also ging es wieder zurück zu den Fällen, da diese bei Nacht immer beleuchtet werden. Der Tag klang mit einem Bad im warmen Whirlpool unseres Hotels aus. Schon in Deutschland hatten wir im "Travelodge Hotel near the Falls" ein Zimmer gebucht.

Route: Wayne, PA (USA) - Niagara Falls, Ontaria (Canada)
gefahrene Kilometer: 649km
Dauer: 7:15h

Thursday, October 9, 2008

Lancaster Country

Heut ist unser letzter Tag in Wayne gewesen und deshalb haben wir es noch einmal genutzt etwas länger zu schlafen. Kurz nach 9Uhr ging es Richtung Lancaster. In Nickel Mines, wo vor ca. 2 Jahren die Schießerei an einer Amish-School stattfand, fanden wir durch Zufall die selbige, welche allerdings damals abgerissen wurde um an anderer Stelle die "New Hope" Schule zu errichten. Auf dem Hof spielten gerade Amish Schulkinder. Weiter ging unsere Fahrt durch Strasbourg, Paradise bis nach Intercourse. Hier im Kitchen Kettle werden wahrscheinlich alle Touristen hingekarrt, aber die kleine Einkaufsstraße war herbstlich geschmückt und trotz der vielen Menschen sehenswert. Dann ging es zurück nach Exton wo wir bei meinem Lieblingsmexikaner "Desert Moon" einkehrten und Quesadilla und Nachos verdrückten. Bei Circuit City kauften wir noch Spichermedien ein, denn es ist noch nicht einmal die Hälfte unseres Urlaubes um und unser Speicher ist fast voll. Um 16Uhr hatten wir am Philadelphia Airport den Umtausch unseres Mietautos geplant. Nachdem der Verkehr aber ziemlich stark war kamen wir erst gegen 17Uhr dort an. Beim Anmieten des neuen Autos mussten wir dann feststellen, dass die gebuchte Economy Class weit weniger komfortabel war als das vorhergehende Auto. Nunja. Wir fuhren also los und nach ca. 8 Meilen stellte ich fest, dass der Beifahrer Airbag die ganze Zeit auf Off stand. Nach einem kurzen Telefonat mit dem Customer Support bestätigte dieser uns dass der Airbag sich eigentlich automatisch einschaltet, wenn ein Beifahrer sitzt. Da dies nicht geschieht, sollten wir umkehren und das Auto tauschen. Wir waren nicht sehr wehmütig den Chevrolet Aveo wieder abgeben zu müssen. Stattdessen bekamen wir ein kleines Upgrade und haben nun einen Chevrolet HHR, welcher allerdings ein sehr kastenförmiges Aussehen hat. Pünktlich 19Uhr waren wir endlich wieder in Wayne, denn wir hatten uns mit Nancy zum Abendessen verabredet Heute morgen hatte sie uns noch mitgteilt, dass Dan heut Geburtstag hat. Da gleichzeitig allerdings ein Spiel der Phillies für die World Series stattfand wollte er nicht mit. Also fuhren wir allein mit Nancy nach Wayne und aßen dort im "Freehouse" zu abend. Bevor es wieder nach Hause ging kauften wir im K-MART noch eine zusätzliche Reisetasche. Zum Abschluss des Abends schauten wir Baseball und aßen Geburtstagskuchen.

Wednesday, October 8, 2008

Washington D.C.

Der Tag wurde mit einem Kaffee vom Wawa begonnen. Dann machten wir uns auf die Fahrt nach Washington D.C. wo wir gegen Mittag ankamen und uns der Herausforderung stellten einen Parkplatz in dieser Regierungsstadt zu finden. Nachdem uns mein Navi mehrere Parkplätze vorgeschlagen hatten, auf denen man nur mit einer speziellen Regierungsgenehmigung parken darf, wurden wir in der Nähe des Weißen Hauses auch fündig. Vorbei am Washington Monument, den World War II Monument wo heute ein Veteranen Treffen stattfand, entlang des Reflection Pools ging es bis zum Lincoln Memorial. Dann vorbei an den Vietnam and Korean War Monuments spazierten wir die Mall entlang bis zum Smithsonian Museum of American Indians. Auch heute war in der Mittagszeit wieder schönes T-Shirt-Wetter. Das Museum hat eine tolle Architektur die das Indianische widerspiegeln sollen und auch im Inneren war alles sehr anschaulich und lehrreich gestaltet. Anschließend ging es zum Capitol und zum Weißen Haus, wo auch Conchita noch immer ihr Zelt aufgeschlagen hat. Auf dem Rückweg machten im Cheeseburger Paradise in Exton Stopp um abendzuessen. Gegen 22.45 Uhr kamen wir wieder in Wayne an.